Im Januar gibt es im Kleingarten nicht viel zu tun - eine gute Gelegenheit, um Gartengeräte und Werkzeug gründlich zu reinigen und zu warten. So bleibt die Funktionalität erhalten und die Arbeit im neuen Gartenjahr bereitet mehr Freude. Von gut gepflegten Geräten und Werkzeug hat man auch länger was. Auch könnt und solltet Ihr Eure Bäume und Sträucher zurückschneiden. Zu hohe Gehölze solltet ihr jetzt kürzen. Denkt an die Gartenordnung. Wild gewachsene Gehölze können jetzt problemlos entfernt werden. Decksträucher wie Forsythie, Deutzie, Falscher Jasmin, Weigelie oder Zierjohannisbeere lassen sich jetzt schneiden. Dies solltet ihr aber nur an frostfreien Tagen machen, weil gefrorene Schnittstellen leicht splittern und so die Heilung erschweren. Nur harte Gehölze kommen für den Schnitt bei Frost infrage. Zu ihnen gehören Wildsträucher wie Haselnuss, Holunder, Weide und Schlehe. Auch könnt Ihr mit dem Schnitt der Obstbäume beginnen. Vor allem Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten werden jetzt geschnitten. Eine sorgfältige Behandlung größerer Schnittwunden verhindert das Eindringen von holzzerstörenden Pilzen und Bakterien. Schneidet die Ränder von Sägewunden mit einem scharfen Messer glatt, wischt die Wunden mit einem alten Handtuch trocken und tragt anschließend mit einem Pinsel ein Wundverschlussmittel auf. Auch Hecken könnt Ihr ordentlich zurück schneiden. Diese können sogar auf den Stock gesetzt werden, das heißt, der Schnitt erfolgt 30 Zentimeter über dem Boden. Das verjüngt und die Hecke treibt wieder kräftig aus. Insbesondere in Hinblick auf die im März beginnende Brutzeit sind solche Schnittmaßnahmen jetzt sinnvoll. In milden Wintern sind die Gartenvögel schon recht früh auf Wohnungssuche. Hängt deshalb spätestens im Januar neue Nistkästen auf. Auch solltet Ihr die vorhandenen reinigen um Ungeziefer und Krankheiten von der neuen Brut fernzuhalten. Ein stabiler, mit einem Stück Gartenschlauch ummantelter Metalldraht ist der optimale Aufhänger: Er schneidet nicht in die Baumrinde ein und Ihr könnt auf einen Nagel verzichten. Das Einflugloch sollte Richtung Osten weisen, denn so ist es am besten vor eindringendem Regen geschützt. Sorgt besonders jetzt dafür, dass es genug Futter für die Vögel gibt. Wer keine Meisenknödel in Plastiknetzen aufhängen möchte, kann das Futter in Häusern, Tontöpfchen, alten Tassen oder Backförmchen anbieten. Wichtig ist nur, dass die Vögel ungestört picken können. In die Nähe einer Futterstelle gehört außerdem eine Vogeltränke, die keine Eisschicht ansetzen darf. Dafür reicht ein katzensicher aufgestellter, mit Wasser gefüllter Untersetzer eines Blumentopfes. Viele Vögel nutzen die Tränke auch als Bad - selbst bei Regen und im Winter. Ein staubfreies Gefieder kann besser nachgefettet werden, die Vögel sind so wirkungsvoller vor dem kalten Winterwetter geschützt.

Euer Fachberater