Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

der goldene Oktober hat begonnen, die ersten Blätter färben sich. Während die Ernte des Kernobstes weitestgehend abgeschlossen ist, gibt es noch reichlich Äpfel. Äpfel essen macht Spaß, Äpfel pflücken noch viel mehr. Die Kinder haben ihre besondere Freude, wenn sie mit Eurer Hilfe und dem Apfelpflücker ihrer Beute ein Stückchen näherkommen. Äpfel reifen nicht gleichzeitig am Baum, deshalb wird etappenweise geerntet. Die geernteten Äpfel, wenn Ihr sie nicht gleich verarbeitet, könnt ihr einlagern. Dazu eignen sich gebrauchte Obststiegen, die ich mir vom Supermarkt hole. Oft sind auch noch die Einlagen dabei, so dass ich die Äpfel schön ablegen kann. Immer den Stiel nach oben. Die Äpfel sollten kühl und frostfrei lagern. Regelmäßig müsst Ihr kontrollieren, um kranke Früchte auszumustern.

Ende Oktober ist die Erntezeit für Knollensellerie. Bis dahin solltet Ihr das Knollengemüse noch ausreichend wässern. Auch Rote Rüben werden im Oktober noch geerntet. Die Rüben eignen sich sowohl zum Einlagern, überstehen aber auch die ersten Fröste unbeschadet. Erntet nun die letzten Früchte Eurer Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Auberginen. Tomaten, die nicht mehr ausreifen (rot werden), pflücke ich und lege sie in einem Schuhkarton in einem warmen Raum ab. Wenn Ihr einen Apfel dazulegt, kann das Nachreifen beschleunigt werden. Der Apfel sondert ein Reifegas aus, das den Vorgang unterstützt. So könnt Ihr auch im Oktober noch eigene Tomaten genießen. Grünkohl kann nun auch geerntet werden. Besser ist aber,  ihn erst nach einigen Frostnächten zu ernten. Dann schmeckt er einfach besser. Im Übrigen könnt Ihr ihn auch stehen lassen und nach Bedarf ernten, denn er übersteht auch starken Frost. Und die Oldenburger Palme im Schnee ist auch immer wieder ein schönes Fotomotiv. Gleiches gilt für den Rosenkohl, allerdings solltet Ihr hier jetzt den Haupttrieb abschneiden.

Den Rasen müsst Ihr nun wöchentlich vom Laub befreien. Wenn Ihr Platz habt, legt in einer Ecke einen Laubhaufen für nützliche Gartenbewohner wie Igel, Kröte oder Marienkäfer an. Das Laub, aber auch abgeschnittene Pflanzenteile, kann aber nicht nur den Tieren helfen, es ist auch die beste Grundlage für einen guten Kompost.

Für viele Gartenpflanzen ist der Oktober der ideale Pflanzmonat. So könnt Ihr z.B. winterharte Stauden, viele Obstgehölze, Bäume, Sträucher und Hecken aber auch Rosen noch pflanzen.

Geranie, Fuchsie oder Strauchmargerite müsst Ihr nun vor den ersten Nachtfrösten schützen.

Jetzt könnt Ihr auch Zwiebeln von Frühlingsblumen im Garten setzen. Die meisten Blumenzwiebelpflanzen stehen gerne in der Sonne, aber Blausterne, Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse und Knollenbegonien vertragen auch den Halbschatten bis Schatten - z. B. am Gehölzrand. Diese Frühlingsblüher werden Euch dann im nächsten Jahr blühend beglücken.

Viele freuen sich schon auf das Ende des Monats, denn in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist Halloween. Es werden Halloween-Partys gefeiert und der Kleingarten wird mit gruseligen Kürbisleuchten und anderen Halloween-Motiven dekoriert. Kinder sammeln Süßes oder Saures.

 

Euer Gartenfachberater