Rasenpflege

Ein gesunder, grüner Rasen ist für viele ein Muss im Garten. Damit der Rasen auch vital bleibt, sollte auf die Rasenpflege im Mai besonderer Wert gelegt werden. Gerade im Mai, wenn die Temperaturen deutlich steigen und es ausreichend feucht ist, ist das Wachstum des Rasens besonders kräftig und es wird der Grundstein für eine dichte Grasfläche im ganzen Jahr gelegt. Verfilzter und vermooster Rasen ist gerade bei ungünstigen Bodenstrukturen keine Seltenheit. Wer sich diesem Problem annehmen möchte, sollte den Mai noch schnell nutzen. Tatsächlich ist für das Vertikutieren Anfang Mai der letzte Termin im Frühjahr – danach wird es häufig zu warm und trocken, als dass sich die Grasnarbe ohne zusätzliches Zutun wieder schließt. Durch das Vertikutieren wird der Rasenfilz entfernt und es kommt zu einer besseren Bestockung der Gräser, sodass der Rasen letztendlich wieder dichter wird.

Über den Winter kommt es durch Frost immer wieder zu dünneren Stellen oder kahlen Flecken im Rasen. Um ein gleichmäßigeres Bild zu erhalten, lohnt es sich, den Rasen im Mai nachzusäen. Insbesondere schnellkeimende Rasenarten sorgen für ein schnelles Auffüllen der dünnen Rasenflächen. Die warmen Temperaturen im Mai sorgen für ein gutes Wachstum der Rasensamen und helfen so die ausgedünnten Stellen schnell zu schließen.

Im Mai erhält der Rasen häufig einen Wachstumsschub. Damit der Rasen nicht zu hoch wird, ist regelmäßiges Rasenmähen angesagt. Welche Schnitthöhe ist dabei zu beachten? Als Faustregel gilt aber für jeden Rasen, dass nie mehr als 1/3 – maximal die Hälfte der Halme – eingekürzt werden darf. Somit entscheidet die Wuchsgeschwindigkeit des Rasens über die Häufigkeit der Schnitte.

Mulchen

Das Mulchen stellt eine beliebte Praxis dar. Hierbei wird organisches Material auf Beeten oder unter Büschen und Sträuchern verteilt. Das schützt den Boden vor dem Austrocknen, unterdrückt Unkräuter und versorgt die Pflanzen außerdem mit Nährstoffen aus dem organischen Material.

Reihensaaten

Wurde vor dem Mai bereits Gemüse in Reihen direkt ins Beet gesät, kann es jetzt an der Zeit sein, dieses auszudünnen. Möhren, Radieschen oder Pastinaken müssen ausgedünnt werden, damit die einzelnen Pflanzen genügend Platz haben, um sich gut entwickeln zu können.

Kompost

Der Mai ist eine gute Zeit, den Kompost umzusetzen. Sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen, nehmen auch die Mikroorganismen nach der Winterruhe wieder ihre Arbeit auf. Die Verrottungsprozesse im Kompost verlaufen schneller. Der reife Kompost kann dabei gleich für das Anlegen von neuen Beeten oder zum Düngen von Pflanzen mit hohem Nährstoffanspruch verwendet werden.

Jungpflanzen

Apropos düngen: Jungpflanzen, die bereits ausgesät oder gepflanzt sind, können im Mai eine Düngung vertragen. Das unterstützt die Pflanzen beim Wachsen und sichert Ihnen eine reiche Ernte.

Kübelpflanzen

Sind keine Fröste mehr zu erwarten, können auch Ihre Topfpflanzen aus dem Winterquartier in den Garten umziehen.

Bienenfreundliche Blumenwiese

Wenn Ihr schon lange mit dem Gedanken spielt, in Eurem Garten eine bienenfreundliche Wiese anzulegen, ist im Mai die beste Zeit dafür. Dazu wird die ausgewählte Fläche umgegraben und fein geharkt. Anschließend verteilt Ihr Blumenwiesen-Saatgut auf der Fläche und haltet dieses bis zum Keimen der Saat feucht. Schon bald könnt ihr euch auf eine bunte Blütenpracht und einen wahren Magneten für Insekten und Nützlinge freuen.

Euer*e Fachberater*in